Warnstreik bei Futtermittel- und Saatguthersteller in Mecklenburg

An zwei Standorten des norddeutschen Getreideverarbeiters Ceravis AG in Mecklenburg-Vorpommern sind Beschäftigte am Dienstag in einen Warnstreik getreten. Wie ein Sprecher der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) sagte, wird die Produktion in Güstrow und Malchin (Mecklenburgische Seenplatte) blockiert. Die rund 100 Mitarbeiter aus den beiden Betrieben fordern seit fast zwei Jahren einen Tarifvertrag, den die Arbeitgeberseite verweigere.


An beiden Orten versammelten sich am Morgen je rund 20 Mitarbeiter der Frühschicht vor den Toren. Der Ausstand ist laut NGG für 24 Stunden geplant. In der Getreideverarbeitung ist derzeit Hochsaison.


Ein Sprecher der Firmenleitung sagte, dass in Güstrow nur die Saatgutproduktion vom Warnstreik betroffen sei. Die An- und Abfuhr von Getreide, Pflanzenschutzmitteln und Dünger funktioniere ohne Probleme. In der Tarifauseinandersetzung hatte es schon im März Warnstreiks gegeben.


Die Ceravis AG (Rendsburg) gilt nach eigenen Angaben mit 45 Werken und 500 Mitarbeitern als größter Futtermittelproduzent in Mecklenburg-Vorpommern, wo es auch Werke in Rostock, Schwerin, Stralsund und Wolgast gibt, sowie in Schleswig-Holstein. Gesellschafter sind der Konzern Danish Agro und die Agravis Raiffeisen AG (Münster).

Weitere Meldungen Landtag berät bereits am Montag über Gesetz zum Niedersächsischen Weg
Klöckner stellt Entwurf für Verbot des Kükentötens vor